Es gibt keine Spitzenleistung, wenn kein treffender Lohn in Aussicht gestellt wird.
Die Abwägung, ob sich etwas lohnt oder nicht, geschieht meist unbewusst – vor allem aber individuell nach dem persönlichen Belohnungssystem: Für den einen heißt der Lohn der Leistung Anerkennung, für den anderen ein Statussymbol. Oder eben „Keeekseee!“.

Der erste Blog-Eintrag handelt von seiner Entstehungsgeschichte:
Während der Planung zum Relaunch der Website erfolgte die Idee, ein kirschstall-Weblog zu erstellen, ohne die Aussicht auf Bedürfnisbefriedigung. Entsprechend verhalten war die Euphorie für diese neue Aufgabe. Das Durchblättern eines Wirtschaftsmagazins veränderte die Situation jedoch schlagartig. Aus den gefühlten 10 Milliarden Worten einer „brand eins“-Ausgabe (07/08) konnte ein Wort herausgefiltert herausgefiltert werden, das eine wahre Begeisterung für’s Blogschreiben auslöste: „Keeekseee!“

Mit der Leibspeise des Krümmelmonsters aus der Sesamstraße, wurde nicht nur der Name des Weblogs geboren, sondern soviel Verheißung auf Belohnung in Aussicht gestellt, dass es als Leistungsantrieb ausreichte. Denn: der Ausruf „Keeekseee!“ wurde von einem Menschen herausgefiltert, der ein ausgeprägtes Essensmotiv besitzt. Nach den Lebensmotiven des Reiss Profile, bedeutet dies, dass Essen für diese Person ein Genuss ist und einen wirklichen Beitrag zur Lebenszufriedenheit leistet (im Gegensatz dazu essen Menschen mit schwach ausgeprägtem Essensmotiv nur, um Nahrung zu sich zu nehmen). Das innere Streben nach dem Genuss nach Nahrung und die fortwährende gedankliche Beschäftigung mit dem Thema Essen hat eine unmittelbare Auswirkung auf das, was ein essensmotivierter Mensch wahrnimmt.

Permanent verarbeitet das Gehirn eingehende Reize und selektiert sie nach dem Motto: „Lohnt sich das für mich?“. Lohnt es sich nicht, also trägt ein Reiz nicht zur Bedürfnisbefriedigung bei, wird er im Zuge der Informationsreduktion ausgeblendet. Nicht so, wenn ein Reiz als wirklich relevant eingestuft wird.

„Keeekseee!“ verspricht einem Menschen mit einem ausgeprägten Essensmotiv Belohnung und Bedürfnisbefriedigung pur und lässt vermuten, dass bereits der Blog-Titel zu Leistung in Form vieler Blogeinträge motiviert. Schließlich erfolgt die Namensauswahl selbstmotiviert – und das ist bekanntlich die einzige Möglichkeit des Ansporns.