Martin Lindstrom, dänischer Marketing-Guru und Bestseller-Autor, wurde kürzlich vom Time Magazine 2009 für seine Arbeit im Neuromarketing zu einem der einflussreichsten Männer gekürt. In seinem jüngsten Buch „Buyology“ (es wurde bereits in 25 Sprachen übersetzt) ist er der Antwort näher gekommen, was im Gehirn bei Kaufentscheidungen passiert und welche Rückschlüsse sich für das Brandmanagement und Marketing ableiten lassen.

Maßgeblich bezieht Lindstrom seine Erkenntnisse aus seiner Studie über die Wirkung von Marketing auf das menschliche Gehirn, die mit über 2.000 Teilnehmern aus 5 Ländern wohl zurecht als weltweit größte Neuromarketing-Studie bezeichnet werden kann.

Martin Lindstrom, www.martinlindstrom.com

Martin Lindstrom, www.martinlindstrom.com

Anlass genug, um einem Vortrag Lindstroms im Rahmen seiner Buchpräsentation Buyology in Hamburg zu besuchen. Wie nicht anders von einem internationalen Redner seines Formats zu erwarten, lieferte Martin Lindstrom eine kurzweilige Show, bei der er das Publikum aus der Werbe-Branche kräftig mit einbezog (eingeladen hatte die account planning group gemeinsam mit der Agentur This gun is for hire).

Viele seiner Erkenntnisse sind gar nicht so neu – aber die Beispiele einleuchtend, einprägsam und gut vermittelbar. Vielleicht sind seine Erkenntnisse auch nur deshalb nicht neu, weil es seine eigenen Studien sind, die sich in der Neuromarketing-Szene herumgesprochen haben, nachgeahmt und variiiert wurden. Wie auch immer: man kann nicht genug anerkennen, dass er seinen Einfluss und seine Möglichkeiten genutzt hat, um rund 7 Mio. US-Dollars aufzubringen und über 2.000 internationale Probanden in den Hirnscanner zu legen - mit dem Ziel, den Wahrheiten und Lügen noch besser auf die Spur zu kommen, warum Konsumenten kaufen was sie kaufen.

Keine, der umfassenden und neuen Erkenntnisse des Neuromarketing haben bisher die menschliche Belohnungsstruktur so umfassend dargestellt, wie es das Reiss Profile tut. Ansporn für uns, sämtliche neurowissenschaftlichen Erkenntnisse mit unseren wertebasierten Marketing-Konzepte zu verknüpfen und wirksame Ergebnisse zu erzielen (zum Fallbeispiel “Unbewusste Motivation - Basis für Emotionalisierung”).

Links zur Arbeit von Martin Lindstrom: